Von meinem kleinen Fleckchen Erde lernen

Es ist nicht schwer zu erraten:

Für mich ist die Rose die faszinierendste und anziehendste Pflanze. Ja, sie ist meine Lieblingsblume. Obgleich ihrer großen Bekanntheit und vielfach zitierten Eigenschaften, die Königin unter den Blumen wird niemals langweilig oder altmodisch. Rosen haben individuellen Charakter, ihre Düfte variieren in so vielen Nuancen und jedes Mal wieder ist es ein Abenteuer, an der Blüte einer unbekannten Sorte zu schnuppern.

 

Es ist ein umwerfendes Erlebnis in den Düften meiner geliebten Rosen ein Bad für alle Sinne zu nehmen. Wie ich im Laufe meiner Arbeit lernte, werden dabei nachweislich zahlreiche Emotionen entfacht und Hormone auf den Weg geschickt – die Rose versteht es uns zu verzaubern, im wahrsten Sinne des Wortes! Sie hebt unsere Stimmung, stärkt die Eigenliebe, ebenso die Liebe für andere. Auch ich konnte diese Erfahrungen im Laufe der letzten Jahre machen, stetig entwickelte sich dabei mehr Liebe und Hingabe für meine Rosen.

 

Zudem lernte ich durch die intensive Beschäftigung mit den Rosen natürliche Zusammenhänge besser verstehen. Durch unzählige und lange Beobachtungen erfuhr ich mehr über den Jahresrhythmus im Garten, nach und nach prägte sich bei mir das Verständnis des elementaren Kreislaufsystems. So erfuhr ich, dass es keine Schädlinge gibt. Läuse etwa sind wesentliche Nahrung für Marienkäfer, Florfliegen, Ohrwürmer und natürlich für die Vögel, die bei mir und in den Nachbargärten nisten. Pflanzenschäden weisen auf Nährstoffmängel oder -überschüsse im Boden hin. Da kommen die Nützlinge, wie Zinnkraut, Brennnessel und Beinwell zum Einsatz. Von Neuem schaffen sie im Zusammenspiel mit der Rose ein biologisches Gleichgewicht. So hat alles und jedes im Garten seinen Sinn und seinen Platz. Diese natürliche Selbstverständlichkeit beeindruckt mich tief. Ich empfinde meine Arbeit mit der Natur und den Rosen als äußerst lehrreich, darüber hinaus erdet und beruhigt sie und macht mich jeden Tag glücklich.

 

Aus diesem Grund und noch vielen anderen möchte ich mit meinem kleinen Fleckchen Erde, dass ich zu verantworten habe, immer weiter lernen und andere Menschen mit dieser unerschöpflichen Freude anstecken.

 

ROSENZEIT

Monika Schuhleitner 

3680 Persenbeug 

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